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Die Idee ist so simpel, dass es mich wundert, warum noch niemand vorher draufgekommen ist. Meine Lieblingsband Element of Crime tourt gerade im deutschsprachigen Raum und zeichnet die Konzerte auf. Am Ende werden sie bei iTunes verkauft. So kann ich genau das Konzert, das wir letzten Samstag gesehen haben erwerben, was ich natürlich auch gerne tun werde.

Die Distribution über iTunes ist z.B. über Tunecore sehr einfach. Dort kann man schon ab $ 19,98 jährlich plus einmalig je $ 0,99 pro Song, die eigene Musik in iTunes platzieren. Alle Einnahmen gehen hierbei komplett an den Anbieter der Musik. Einen Vergleich weiterer Dienste habe ich hier gefunden. Zeichnet also auf und erfreut mich mit der Möglichkeit mein Geld loszuwerden ;) .

Mit Augmented Reality-Anwendungen lassen sich in vielen Kultureinrichtungen spannende Dinge entwickeln. Vor allem Museen scheinen dafür prädestiniert zu sein. Das folgende Beispiel zeigt, wie dort dank Augmented Reality ganz neue Erfahrungen sammeln kann. Eine Zeichnung ist eben nicht mehr nur eine Zeichung und für viele ist es wahrscheinlich spannender, bei einer Führung einem virtuellen Ballon zu folgen als einer KunsthistorikerIn, die versucht, ihre Schäfchen zusammen zu halten.

Aber nicht nur vor Ort lassen sich solche Anwendungen einsetzen. Schon im Vorfeld können mit ihrer Hilfe spannende Werbekampagnen kreiert werden, bei denen das Mitmachen Spaß macht. Die Promotion des BMW Z4 hat für mich in dieser Hinsicht Vorbildcharakter. BMW setzt dabei nicht nur auf Augmented Reality, sondern nützt auch konsequent mehrere Social Media-Kanäle (mit dem Klick auf die Grafik gelangen Sie auf die BMW Z4-Seite).

Wenn Sie sich das 3D-Symbol downloaden und anschließend die BMW-Paintbrush-Software installieren, dann können Sie Ihr eigenes BMW-Kunstwerk schaffen und es anschließend gleich auf die Facebook-Fanseite laden. Klar, dass es das dazu passende Video auf YouTube gibt.

Haben Sie eine Idee, wie so eine Aktion bei Ihnen aussehen könnte?

Prometheus bekennt Farbe - ein Ausstellungsprojekt im Walraff

Wer gedacht hat, dass Andreas Blühm, Direktor des Wallraf/Köln, sich beleidigt in die Schmollecke zurückzieht, nachdem man dem Wallraf und allen anderen Kultureinrichtungen Kölns mal rasch 12,5 % des Etats gestrichen hat, damit der neue Bürgermeister sich in Form eines neuen Schauspielhauses verewigen kann, der hat sich getäuscht. Die angekündigte Stradivari-Ausstellung muss nun verschoben werden. Schade! Doch statt zu jammern und zu klagen, was im Rheinland ohnehin nicht gut ankommt (Alaaf!), zaubert Blüm sofort Plan B aus der Schublade und lässt die Museumsbesucher dabei zusehen, wie ein Gemälde restauriert wird. Ich bin mir sicher, der hat auch noch Plan C auf dem Nachttisch liegen – und zusätzlich ein Augenmerk auf die Leitung eines anderen Museums außerhalb Kölns. [Kölner Kulturpolitik ist wirklich gnadenlos dämlich. Hier wird nicht Leistung belohnt, sondern Anämie und Unterwürfigkeit. Dazu an anderer Stelle demnächst mehr.]

Doch das Wallraf geht weiter und zeigt anderen Kunstmuseen, wie man heute ein Kunstmuseum bespielt. Warum werden Besuchern eigentlich nicht häufiger die einzelnen Arbeitsbereiche eines Museums vorgestellt? Vollends begeistert werde ich allerdings erst dann sein, wenn Andreas Blühm und andere Museumsdirektoren die Besucher in den Planungsprozess von Ausstellungen einbeziehen. In die Themenwahl und die weitere Ausgestaltung einer Ausstellung. Warum keinen Kinder- und Jugendlichen-Beirat einrichten, der Hinweise darauf gibt, was die Youngsters sich in einem Museum wünschen? Warum kein Senioren-Gremium? Eine Frauengruppe? Einen Männerclub? Ich bin mir sicher, dass unsere Museen sehr anders aussähen, wenn kompetente Experten von der Besucherseite die Kuratoren und Direktoren unterstützen würden. Kinder, Alte und Gereiste. Menschen, deren Horizont weit über den Horizont hinausreicht, den ein einzelner Museumsdirektor haben kann.

DAS GEHT! DAS GEHT SOGAR SEHR GUT…. Wenn man Grips hat – und Größe……

Mehr Infos zum Wallraf hier und zu “Prometheus bekennt Farbe” an dieser Stelle.

Vor einiger Zeit stellte die Stuttgarter Zeitung eine Kooperation zwischen Kunst und Sozialsektor vor. Das Projekt “Loony Design” , bei dem Kunststudenten der Stuttgarter Kunstakademie ungewöhnliche Alltagsgegenstände entwerfen, die von psychisch Kranken in sechzehn Behindertenwerkstätten produziert werden. Das Projekt bringt beiden Seiten Vorteile.

Die Behindertenwerkstätten litten unter einem Auftragsrückgang, weil vieles von dem, was sie ansonsten für die Industrie herstellten, in billiger produzierende Länder verlagert wurde. Und andererseits viele der üblichen Produkte die psychisch Kranken zu wenig forderten, was sich mit Loony Design nun verändert hat: „Statt immer nur zu basteln, Mandalas zu malen und Blumenampeln aus Makramee zu knüpfen, fertigen sie Designerware, die man nicht aus Mitleid, sondern aus Lust kauft“ (C. Keck, StgtZ, 25.11.09).

Die Kunststudenten ihrerseits haben die Chance “verrückte” Dinge zu entwerfen, die auch umgesetzt und verkauft werden. Die enge Kooperation mit den psychisch Kranken empfinden viele als Bereicherung ihrer Perspektive (s. Projekt-Webseite). Und sie freuen sich natürlich, dass sie mit ihren Entwürfen die Arbeit der Menschen in den Behindertenwerkstätten aufwerten und interessanter machen können.

Insgesamt ein schönes Beispiel dafür, was sich so ergeben kann, wenn man als Institution die üblichen Pfade und Gewohnheiten verlässt uns sich auf die Suche nach ganz anderen Kooperationspartnern macht. Bestimmt gibt es noch mehr Beispiele dafür, wie Kunst die Grenzen zu anderen Sektoren – wie dem Sozialbereich – überschreiten und neue Erfahrungen sammeln kann.

Die Autorin: Dr. Brigitte Reiser ist Beraterin und Bloggerin mit dem Schwerpunkt gemeinnützige Organisationen, Social Media und Stakeholder-Management

Vor wenigen Tagen hat MediaFuturist Gerd Leonhard in München einen Vortrag zum Thema “Media 2.0: Mobile, Social, Open…Free?” gehalten. Wie immer stellt er von seinen Vorträgen eine Videoaufzeichnung (so jemand seine Präsentation aufgezeichnet hat) und die Folien zur Verfügung.

In seinen Slides ist mir vor allem Folie Nummer 9 aufgefallen: “Content ist first a service & an experience – and only then (maybe) a Product.” Diesen Zugang würde ich mir auch von Kunst- und Kultureinrichtungen wünschen.

Möglichkeiten Werbung zu betreiben gibt es viele. Die traditionellen Kultureinrichtungen setzen aber nach wie vor auf Hochglanzdruck. Da werden Gelder für Agenturen und Druckereien ausgegeben ohne Ende. Wenn ich dann die Ergebnisse sehe in der Form von aufwändigen Brochüren, oder sogar Zeitschriften, dann zucke ich noch einmal kurz, bevor ich diese in die Mülltonne werfe. Aber dort landen die Sachen letztendlich immer, denn warum soll ich das aufbewahren?

Beispiel Reverse Graffiti. Im Wahlkampf 09 hat die Piratenpartei in Deutschland so genannte Reverse Graffiti eingesetzt. Beispiel. Mit Plakaten bekleben, mit Werbung besprühen kostet Geld. Saubermachen nicht. Man braucht für diese Technik lediglich einen Hochdruckreiniger und eine Schablone.

Beispiel Druck auf Folie. Einige Klubs in Bremen drucken ihre Werbung auf simple OHP-Folien, 1/0-farbig. Anschliessend werden sie kurz ausgelegt und von Graffiti-Künstlern auf der Rückseite angesprüht. Somit sind in Sekunden individuelle Einladungen entstanden, die eher aufbewahrt werden und kostengünstiger sind.

Beispiel Siebdruck. Ich habe vor kurzem überlegt, wie ich schnell und ohne viele Kosten mich und meine Projekte bewerben kann. Die aussterbende Technik des Siebdruckens war die Antwort.

Warum muss es also immer ein 4-6-Farb-Prospekt sein? Das geht auch billiger, nachhaltiger, umweltfreundlicher, reichweitenrelevanter.

Künstler frei Haus

Egal was sie bewegt: Wir kommen mit einer/m Landtagsabgeordneten zu Ihnen. Einzige Voraussetzung: Sie laden (mindestens) fünf Freunde, Bekannte oder Kollegen ein und senden dieses Formular an uns. Wir melden uns schnell bei Ihnen und vereinbaren einen Termin.

Diese Idee habe ich von der SPD-Brandenburg. So schlecht finde ich sie nicht. Tupperparty mal anders. Menschennahe, netzwerkig… Warum nicht im Bereich der Kultur? Hiermit kann man enorme Authentizität erreichen und endlich andere Menschen erreichen.

Einen Scanner, mit dessen Hilfe wir Bilder und Texte digitalisieren können, kennen wir mittlerweile alle. Der nächste Schritt, nämlich das Einscannen dreidimensionaler Objekte steht unmittelbar bevor. Auf dem NewCurator-Blog habe ich ein Video gefunden, das recht schön zeigt, wie das funktioniert:

Notwendig sind dafür nur eine Webcam, ein Laser und die entsprechende Software. Letztere ist mittlerweile gar nicht mehr so teuer bzw. kann sogar kostenlos heruntergeladen werden. Das Institut für Robotik und Prozessinformatik an der TU Braunschweig etwa hat mit DAVID laut Pressemitteilung so eine Software entwickelt und bietet diese auf seiner Website zum Download an.

Das Potenzial dürfte groß sein:

“There are many things the scans could be used for. When fabricating gets going, a museum could have a set of blueprints for models. Museum objects could start appearing in games (…)”,

heißt es auf dem NewCurator-Blog. Noch ist das Zukunftsmusik, aber ein Museum, das diese Technologie geschickt einsetzt, kann davon enorm profitieren. Nicht nur in kommerzieller Hinsicht, sondern etwa auch im Bereich der Kunstvermittlung.

Mit Augmented Reality lassen sich verschiedene Spielereien treiben. Mann könnte durch die Wände in ein Musseum, oder Theatersaal reingucken, um sich vorab zu informieren. Möglichkeiten des Einsatzes liessen sich an dieser Stelle unzählige finden.

Vor kurzem ist die erste Applikation für Deutschland erschienen: Bionic Eye Germany. Sie listed einige Points of Interest, wie zum Beispiel Einkaufsläden, Imbissketten, oder Kinoketten. Wie es funktioniert erklärt folgendes Video:

Das selbe wünschte ich mir mit Kultureinrichtungen ;) .

… kann jede Kultureinrichtung auch. Ein schönes Beispiel, wie man Facebook für den Dialog mit den Usern nutzen kann, zeigt dieses Video. IKEA setzt dabei auf die Kombination Facebook und Foto. Wär das nicht auch was für Kultureinrichtungen?

Gefunden bei Axel Kopp (Twitter)

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