Andreas Blühm, Direktor des Wallraf-Richartz-Museum in Köln, ist inzwischen nicht nur für seine innovativen Präsentationskonzepte bekannt, sondern auch dafür, dass er Dinge möglich macht, die andernorts unmöglich erscheinen.
So können sich seit Anfang 2008 Schulklassen der Region mit “Wallraf, dem Museumsbus” kostenlos ins Museum und wieder nach Hause kutschieren lassen und zwischendurch Kunst spielerisch erfahren. Jüngst gab es für das Engagement des Museums und seiner Partner deshalb den Deutschen Kulturförderpreis 2008.
Doch auch an ältere Menschen, denen der Weg ins Museum körperliche Mühen bereitet, wird gedacht. Finanziert von Toyota, organisiert von der Caritas, können sich nun ältere und gehbehinderte Menschen an ihrer Haustür abholen lassen und sich zum “Wallraf” fahren lassen. Wenn sie es wünschen, dann können sie sich von ihrem ehrenamtlich tätigen Fahrer auch während des Museumsbesuchs begleiten lassen. “Wallraf, der Museums-Shuttle” macht’s möglich. Dieser Service ist kostenlos und der Eintritt ins Museum ermäßigt. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Flyer.
Und das schrieb am 8.10. der Kölner Stadt-Anzeiger zu diesem in der Bundesrepublik einmaligen Service.
Sympathische Ideen, oder? Warum kommen nicht mehr Museumsdirektoren darauf? Kann ich mir auch nicht erklären.



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Tolle Idee, gefällt mir gut und ist, denke ich, gar nicht so aufwendig. Man muss nur, wie hier in diesem Fall, einen Sponsor finden und dann kann es schon los gehen.
Autohäuser müssten doch dafür offen sein?
Klar, die Idee ist einfach. Wie übrigens alle wirklich guten Ideen auf der Hand und in der Luft liegen.
Doch braucht’s in den Kulturinstitutionen erst einmal Jemanden der bereit ist, etwas Neues zu wagen. Er könnte ja auch auf die Klappe fallen…
Wie auch immer, es lohnt sich Andreas Blühm vom WRM/Köln auf die Finger zu schauen und immer wieder mal zu gucken, was ER auf der Hand hat. Der wagt was. Mit Erfolg! Und beweist, dass es auch in Kultureinrichtungen möglich ist, mit dem Hintern den Bürostuhl zu bewegen, den Telefonhörer auch mal in die Hand zu nehmen, wenn man nicht angerufen wird – und so mit Esprit und Besucherorientierung etwas in Gang zu setzen.