Vielleicht sogar mehr Freude.
Letzte Woche haben wir das ausprobiert. Ein Thema. Eine Idee. Eine leere Wohnung. Drei Leute. Drei Tage Vorbereitung. Drei Tage Werbung via Web und Zeitung. Geile Fotos von Volker Lannert aus dem Tonstudio der Internationalen Film-Union/Calmuth bei Remagen. Lampen aus unseren Kellern, Wohnzimmern und dem Baumarkt. Würstchen und Wein. Trash-Design. Rough and dirty.
Ausstellungslaufzeit: ein Abend
Was soll ich sagen? Das geht. Das geht sogar sehr gut! Innerhalb von etwa drei Stunden besuchten fast 200 Menschen diese Ausstellung. Künstler, Beamte, andere Normalos, Coole, Familien, Alte, Junge, Kunstinteressierte, Studenten, Filmfreaks und was unsere Gesellschaft sonst noch so ausmacht. Das Beste dabei: noch nie haben wir so viele Menschen gesehen, die während einer Ausstellung miteinander redeten, sich austauschten uns Anregungen gaben. Das Zweitbeste: Um diese Zusammensetzung von Besuchern, dürfte uns manches Museum beneiden. Zumindest die, die nur von Silberrücken besucht werden.
Geil! Das macht Freude. Offenbar gibt es ein breites Interesse für Ausstellungen, die außerhalb der etablierten Kulturinstitutionen statt finden. Wo es was zu entdecken gibt, was nicht alltäglich ist. Wo man so sein darf, wie man ist.
Ein paar Impressionen zur Ausstellung gibt es HIER.
Was denken Sie darüber?



Das ist eine tolle Idee. Wir haben über so ein Konzept auch schon nachgedacht (meine Frau malt und ich fotografiere). Da die ganzen Bilder eh bei uns überall die Wände bedecken.
Dein Beispiel macht mir Mut über das Konzept wieder nachzudenken.
[...] Euro für die stART10 Conference.Bei der Ideenbörse für das Kulturmarketing beschreibt Jörn die Idee, eine Ausstellung in einer leerstehenden Wohnung zu veranstalten.Bei Stilpirat erschien ein Artikel [...]
Eine wunderbare Idee, die zeigt, wie wichtig es ist, dass die Menschen miteinander ins Gespräch kommen können. “Art as a social hub”, in so einem Setting funktioniert das wesentlich besser als in jedem traditionellen Museum.
Wir werden mal sehen, ob es auch in Bremen geht. Am 16. Mai machen wir unsere Tore auf
(Achtung! Eigenwerbung
):v http://hayduk.de/2010/04/24/einladung-tag-der-offenen-tur-im-h2-atelier/
@norbert Ich wünsche Dir/Euch viel Freude und Besucherzuspruch.
Ich freue mich nach dem 16. Mai auf Deinen Ausstellungsbericht. Den wird’s doch geben, oder?
@Jörn Natürlich wird es ein Bericht geben, wenn ich schon Deine Idee klaue, dann bin ich dir wenigstens Rechenschaft schuldig
@Norbert: ich bin gespannt, wie das angenommen wird und freue mich schon auf Deinen Bericht.
@norbert: Nu, so ganz neu ist die Idee nicht. Offene Ateliers gab’s schon häufiger. Was mich natürlich ebenfalls interessiert: Wie bewerbt ihr die Aktion?
@Jörn Überwiegend über die sozialen Netzwerke: Twitter, Facebook und eigenen Blog. Ich habe kleine Flyer gedruckt, die wir gezielt im Bekanntenkreis Leuten in die Hand drücken. Das war es im Großen und Ganzen.
@Norbert: so klein ist der Aufwand ja nicht.
@norbert: kennst Du “wer kennt wen” (Google it!). Ich bisher auch nicht. Bis vor einer Woche, wo mir eine Gastronomin hier aus dem Kaff erzählte, dass sie über wkw 300 Gäste für eine Ü-40 Party fand. Allein darüber. Ohne Plakat, Flyer, Annoncen etc. Ok, wkw ist nicht unbedingt der Treffpunkt der Kulturfreaks , ich war trotzdem überrascht, welche Wirkung soziale Netzwerke heute real haben. Nichtsdestotrotz: Ein paar Zeilen im redaktionellen Teil Eurer Zeitung schaden sicher nicht. Vor allem um auch ältere Kunstliebhaber anzusprechen.
@Christian Ohne Kommentar
@Jörn Wkw kannte ich noch nicht, ich versuche es. Die Zeitung werde ich wohl kaum begeistern können, derartiges Event ist nicht Leserzahlenwirksam. Inzwischen kaufen sie lieber etwas aus Hamburg, oder Berlin ein, statt sich vor Ort umzuschauen. Die Redaktion schrumpfte auf einige Wenige, aber das ist überall so…
@Jörn: ich habe mir vor einiger Zeit mal ein paar Netzwerke angesehen, die nicht Xing, LinkedIn oder Facebook heißen. Ich vermute, dass man dort, wenn es um ein lokales Umfeld geht, wesentlich erfolgreicher sein kann als in den großen Netzwerken.
Statt sich auch solche Netzwerke anzusehen, quälen die Leute ihre Facebook-Kontakte mit unzähligen Einladungen zu Dingen, die sie auf Grund der geografischen Entfernung nie wahrnehmen können.
[...] nachholen will.Die Idee eine eintägige Ausstellung bei uns zu veranstalten entstand, als ich den Beitrag von Jörn bei Kulturideen-Blog gelesen habe. Jörn schrieb:Letzte Woche haben wir das ausprobiert. [...]